Beethoven & friends – von Bonn nach Baden. Konzert mit Peter Hudler (Violoncello) und Christoph Ulrich Meier (Hammerklavier)

Programm
Ferdinand Ries: Cellosonate g-Moll op. 25
Bernhard Romberg: Divertimento über österreichische Volkslieder op. 46
Ludwig van Beethoven: Cellosonate A-Dur op. 69
Ticketpreise: € 29,- / € 14,- (Schüler:innen, Studierende)
Informationen und Tickets unter 02252 86800-630 / tickets@beethovenhaus-baden.at / eventjet / oder direkt im Beethovenhaus.
Peter Hudler, Violoncello und Arpeggione
Christoph Ulrich Meier, Hammerklavier
Beethoven, Ries und Romberg
Die Sommer 1803 und 1804 verbrachten Ludwig van Beethoven und sein Schüler Ferdinand Ries in Baden bei Wien. Als Ries dort einen eigenen Marsch improvisierte, hielt ihn eine Gräfin begeistert für ein neues Werk Beethovens. Der nahm die Verwechslung zunächst übel, später jedoch mit Humor.
Wie Beethoven stammte auch Ries aus Bonn. Sein Vater Franz Anton Ries und der Cellist Bernhard Romberg gehörten gemeinsam mit Beethoven der Bonner Hofkapelle an. Nach einer gemeinsamen Konzertreise mit Romberg floh Ries 1812 vor Napoleons Russlandfeldzug nach London, wo er 1823 seine romantisch geprägte Cellosonate op. 125 komponierte.
Romberg und Ries bevorzugten den damals beliebten brillanten Stil. Beethoven hingegen entwickelte eine eigenständige Tonsprache, die oft auf Unverständnis stieß. So soll Romberg das Streichquartett op. 59/1, das erste der Rasumofsky-Quartette, derart missbilligt haben, dass er die Cellostimme zu Boden warf und mit Füßen trat.
Auch Beethovens letzte Jahre waren von ungewöhnlichen Anekdoten geprägt: 1825 wurde er während seines Aufenthalts in Baden wegen seines verwahrlosten Äußeren irrtümlich als Landstreicher verhaftet. Erst der Musikdirektor von Wiener Neustadt konnte seine Identität klären und ihn befreien.